Haarausfall Ursachen

Haarausfall Ursachen
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đŸ‘©đŸ»â€âš•ïž Übersicht


  • HĂ€ufigste Ursache: Erblich bedingter Haarausfall ist die hĂ€ufigste Form des Haarverlustes und geht auf eine genetische Veranlagung zurĂŒck, bei der die Haarfollikel ĂŒberempfindlich auf das körpereigene Hormon DHT reagieren.
  • Bei MĂ€nnern: Etwa 40 Prozent aller MĂ€nner sind von Haarausfall betroffen, der in 80 Prozent der FĂ€lle erblich bedingt ist. Der Verlust der Haare Ă€ußert sich meist schon in jungen Jahren durch Geheimratsecken und endet in der Regel mit einer Glatze. [1, 2]
  • Bei Frauen: Bis zum 80. Lebensjahr leiden in der Regel lediglich 20 Prozent aller Frauen an Haarausfall, der in 42 Prozent der FĂ€lle erblich bedingt ist. [3]
  • Diagnose: Der Auslöser fĂŒr starken Haarausfall kann nur durch einen Arzt diagnostiziert werden. FĂŒr die Diagnose stehen dem Arzt einige Abfragen, Tests und Untersuchungen zur VerfĂŒgung.
  • Behandlung: AbhĂ€ngig von der Art des Haarausfalls muss eine passende Behandlung ermittelt werden, um die Ursache zu beheben. FĂŒr einige Ursachen wie Autoimmunerkrankungen sind bislang jedoch keine Behandlungsmöglichkeiten bekannt.

đŸ‘©đŸœâ€đŸ”Ź Wodurch wird der Haarzyklus gestört?


Wodurch wird der Haarzyklus gestört?

Die GrĂŒnde fĂŒr einen gestörten Haarzyklus und starken Haarverlust können sehr vielfĂ€ltig sein und durch viele Faktoren beeinflusst werden. In diesem Artikel werden zunĂ€chst die ĂŒblichsten Arten von Haarausfall vorgestellt.

Danach folgen typische Ursachen, die fĂŒr verschiedene Formen von Haarausfall verantwortlich sein können. WĂ€hrend viele Ursachen heutzutage sehr gut behandelt werden können, können andere nur wenig beeinflusst werden.

Erblich bedingter Haarausfall

Prinzipiell sind viel mehr MĂ€nner als Frauen von erblich bedingtem Haarausfall betroffen. Der Auslöser fĂŒr den sogenannten androgenetischen Haarverlust ist eine genetisch veranlagte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenĂŒber DHT.

Bei DHT handelt es sich um Dihydrotestosteron, das sowohl fĂŒr Frauen als auch fĂŒr MĂ€nner ein körpereigenes Hormon darstellt. Aufgrund der Veranlagung reagieren die Haarfollikel bei einigen Personen ĂŒberempfindlich auf DHT.

Dies fĂŒhrt dazu, dass die Haare mit zu wenig NĂ€hrstoffen versorgt werden, bis sie schließlich verkĂŒmmern und unwiderruflich ausfallen.

Bei MĂ€nnern kann sich androgenetischer Haarausfall bereits zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr Ă€ußern. Es beginnt in der Regel mit Geheimratsecken und kann im fortgeschrittenen Stadium sogar zu einer Glatze auf dem Hinterkopf fĂŒhren.

Frauen können erblich bedingten Haarverlust hingegen durch einen lichter werdenden Scheitel erkennen. Eine Glatzenbildung ist bei Frauen Ă€ußerst selten und daher eher unwahrscheinlich.

Bei ihnen Ă€ußert sich diese Form des Haarausfalls meistens erst in den Wechseljahren, wenn der Östrogenspiegel erheblich sinkt.

Bis dahin werden Frauen nĂ€mlich durch den Östrogenspiegel in ihrem Körper vor erblich bedingtem Haarverlust bewahrt, falls bei ihnen die Überempfindlichkeit gegenĂŒber DHT genetisch veranlagt sein sollte. [3]

Ein Sinken des Östrogenspiegels fĂŒhrt hingegen dazu, dass die Haarfollikel sehr empfindlich auf den Botenstoff Dihydrotestosteron reagieren, was wiederum zum Ausfall der Haare fĂŒhrt.

Erblich bedingter Haarverlust basiert also auf folgenden Ursachen:

  • Veranlagung
  • Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenĂŒber DHT
  • sinkender Östrogenspiegel (bei Frauen)

Diffuser Haarausfall

Diffuser Haarausfall Ă€ußert sich durch einen gleichmĂ€ĂŸigen Haarausfall auf dem gesamten Kopf und geht hĂ€ufig auf eine Krankheit zurĂŒck. Wer an diffusem Haarverlust leidet, kann nach einer gewissen Zeit feststellen, dass die Haardichte signifikant abnimmt.

Sobald die jeweilige Erkrankung behandelt oder die Mangelerscheinung ausgeglichen wird, sollte sich der Haarverlust einstellen und ein normales Haarwachstum erfolgen. HierfĂŒr sollte man sich an einen Arzt wenden, der eine genaue Diagnose geben kann.

Mögliche Ursachen fĂŒr diffusen Haarausfall:

  • NĂ€hrstoffmangel
  • Medikamente
  • Störungen der SchilddrĂŒse (Unter- oder Überfunktion)
  • psychischer und körperlicher Stress
  • Stoffwechselstörungen

Kreisrunder Haarausfall

Die Haare fallen bei dieser Art von Haarausfall fleckenförmig aus und lassen sich eindeutig als kahle Stellen abgrenzen. Kreisrunder Haarausfall kann sowohl bei MÀnnern als auch bei Frauen auftreten.

Prinzipiell vermuten Mediziner, dass die Haare aufgrund einer Autoimmunerkrankung vom Körper abgestoßen werden. Deswegen kann sich kreisrunder Haarausfall bereits zwischen dem dritten und zwölften Lebensjahr Ă€ußern.

Hierbei werden die Haarfollikel von den Abwehrzellen des Körpers angegriffen, wie man es eigentlich von feindlichen Eindringlingen wie Bakterien oder Viren kennt. Dadurch kommt es zu einer EntzĂŒndung der Haarfollikel und schließlich zum Ausfall der Haare.

DarĂŒber hinaus wird vermutet, dass dauerhafter Stress, gewisse traumatische Erlebnisse und eine genetische Veranlagung ebenfalls zu kreisrundem Haarausfall fĂŒhren können. [4]

Eine Zusammenfassung der möglichen Ursachen fĂŒr kreisrunden Haarverlust:

  • Autoimmunerkrankung
  • psychische Belastungen
  • Veranlagung

Vernarbender Haarausfall

FĂŒr vernarbenden Haarverlust gibt es eine ganze Reihe von möglichen Ursachen. Darunter fallen verschiedene Erkrankungen der Kopfhaut, Autoimmunerkrankungen sowie physische Verletzungen.

Wer an vernarbendem Haarausfall leidet, wird feststellen, dass die Haare dauerhaft ausfallen und nicht mehr nachwachsen können, weil es zu einer vollstÀndigen Zerstörung der Haarwurzeln sowie Narbengewebe kommt.

Vernarbender Haarausfall ist an deutlichen VerÀnderungen der Kopfhaut, Rötungen, Schwellungen, Juckreiz, Schuppen und Blasenbildung zu erkennen. Bei diesen Anzeichen sollte man sich schnellstmöglich an einen Dermatologen wenden.

Zu den möglichen Ursachen fĂŒr vernarbenden Haarausfall gehören:

  • Pilzerkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Infektionen (z.B.: durch Viren, Bakterien)
  • Verletzungen (z.B.: Verbrennungen, VerĂ€tzungen)

đŸ©ș Wie erfolgt eine Diagnose?


Wie erfolgt eine Diagnose?

Um die Ursache, die Art und das Stadium des Haarverlustes zu ermitteln, stehen Ärzten eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur VerfĂŒgung. FĂŒr eine gute Erfolgsquote sollte man sich frĂŒhzeitig an einen Dermatologen wenden.

Denn je frĂŒher die Diagnose erfolgt, desto schneller kann eine mögliche Therapie erfolgen, die den Haarverlust verlangsamt und vollstĂ€ndig stoppt. Man sollte wissen, dass es fĂŒr einige Formen von Haarausfall bislang noch keine Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Jedoch kann ein Arzt diesbezĂŒglich bei möglichen Fragen detailliertere Antworten geben. FĂŒr eine prĂ€zise Diagnose, sollte man dem Arzt seine Beobachtungen hinsichtlich des Haarausfalls sowie seine Familiengeschichte ausfĂŒhrlich schildern.

Letzteres spielt eine wichtige Rolle, wenn es auch andere Betroffene von Haarausfall in der Familie gibt.

Im folgenden werden einige ĂŒbliche Tests und Verfahren vorgestellt, die ein Arzt zum Diagnostizieren der Ursache fĂŒr den Haarverlust nutzen kann: [5]

  • Bluttest: Mit der Blutabnahme können die Blutwerte sehr genau geprĂŒft werden. Durch Abweichungen der Normwerte können sowohl Erkrankungen als auch Mangelerscheinungen festgestellt werden.
  • Biopsie der Kopfhaut: Die Biopsie erfolgt durch das Abkratzen von Hautproben der Kopfhaut oder durch das Herausrupfen von einigen Haaren, um die Haarwurzeln genauer zu untersuchen und mögliche Infektionen festzustellen.
  • Lichtmikroskop: Das Instrument wird genutzt, um den Haarschaft genau zu untersuchen und potentielle Störungen des Schaftes zu erkennen.
  • Ziehtest: Hierbei fĂ€hrt der Arzt oder die Ärztin durch die Haare, um zu erkennen, wie viele Haare ausfallen. Der Ziehtest kann sehr aufschlussreich hinsichtlich des Stadium des Haarausfalls sein.

🔬 Autoimmunerkrankung


Wie bereits erwĂ€hnt, kann eine Autoimmunerkrankung fĂŒr Haarausfall verantwortlich sein. Hierbei wirkt das körpereigene Immunsystem den Haarfollikeln entgegen, sodass diese sich entzĂŒnden und die Haare letztlich ausfallen.

„Kreisrunder Haarausfall fĂŒhrt innerhalb weniger Wochen zum Haarverlust“, betont Prof. Dr. Rudolf Schopf, der als Leiter der Haarsprechstunde an der UniversitĂ€ts-Hautklinik in Mainz tĂ€tig ist.

Dadurch entstehen kreisrunde und kahle Stellen, die sich sowohl auf dem Kopf als auch an anderen Stellen des Körpers Ă€ußern können. Weshalb das Immunsystem bei einigen Menschen die Haarfollikel angreift, ist derzeit noch nicht bekannt.

Die Autoimmunerkrankung kann in jedem Lebensalter und bei jedem Geschlecht auftreten. In Deutschland gibt es etwa 1,4 Millionen Personen, die an kreisrundem Haarausfall leiden. Unter den Betroffenen finden sich vor allem Kinder. [6, 7]

In der Regel werden bei kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) nicht die Haarwurzeln zerstört, sodass innerhalb der ersten drei Jahre ein erneutes Haarwachstum an den kahlen Stellen möglich ist.

In seltenen FÀllen werden jedoch auch die Haarwurzeln zerstört, wodurch es zu einem vernarbenden und dauerhaften Verlust der Haare kommt. WÀhrend einige fleckenweise bis zu 30 Prozent ihrer Kopfhaare verlieren, kann es bei anderen zur Kahlheit kommen.

Von der Kahlheit können neben den Kopfhaaren auch die Wimpern, Augenbrauen und Barthaare betroffen sein. Viele Betroffene fĂŒhlen sich aufgrund des Haarausfalls sehr unwohl und ziehen sich aus ihrem sozialen Leben zurĂŒck.

Da bislang keine möglichen Behandlungen bekannt sind, kann man nur geduldig darauf hoffen, dass die Haare eventuell wieder nachwachsen. Viele Personen stehen zu ihren kahlen Stellen und verstecken diese nicht.

Wer den Haarverlust hingegen als unangenehm empfindet, der kann auf PerĂŒcken oder Kopfbedeckungen zurĂŒckgreifen, um die Zeit bis zum möglichen Nachwachsen etwas ertrĂ€glicher zu gestalten.

Diagnose: Diese Form des Haarausfalls lÀsst eindeutig an den runden sowie kahlen Flecken auf dem Kopf oder seltener an anderen behaarten Stellen der Betroffenen erkennen und tritt am hÀufigsten bei jungen Menschen auf.

Behandlung: Bisher wurde noch keine Therapie gefunden, die zur Heilung der Autoimmunerkrankung verhelfen kann. Innerhalb von drei Jahren können die Haare erneut nachwachsen, doch der Ausfall verlĂ€uft in SchĂŒben und kann stets in Erscheinung treten. [8]

🧬 Genetische Veranlagung


Die genetische Veranlagung vieler Personen zĂ€hlt zu den hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr starken Haarausfall. Diese Veranlagung bezweckt nĂ€mlich eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenĂŒber dem körpereigenen Botenstoff Dihydrotestosteron (DHT).

Dies sorgt fĂŒr einen ĂŒbermĂ€ĂŸigen Verlust der Haare, der sowohl bei Frauen als auch bei MĂ€nnern auftreten kann, wobei MĂ€nner viel hĂ€ufiger an erblich bedingtem Haarausfall leiden.

Erblich bedingter Haarausfall kennzeichnet sich bei MĂ€nnern durch Geheimratsecken und einer Glatzenbildung auf dem Hinterkopf. Frauen können hingegen eine AusdĂŒnnung ihres Scheitels feststellen.

Diagnose: FĂŒr die Diagnose wird sich der Arzt nach dem familiĂ€ren Hintergrund erkundigen und Untersuchungsverfahren wie zum Beispiel die visuelle Beurteilung, eine Blutuntersuchung sowie Biopsien anwenden.

Behandlung: Die Ursache fĂŒr erblich bedingten Haarausfall ist das Hormon Dihydrotestosteron, weswegen die Behandlung mit einem Medikament erforderlich ist, das dem DHT entgegen wirkt und dadurch den vermehrten Haarausfall verhindert.

Bei Frauen

Frauen können erblich bedingten Haarausfall in der Regel erst in den Wechseljahren feststellen. Der lichte Scheitel wird von den meisten betroffenen Frauen als relativ belastend wahrgenommen.

Eine Behandlung mit Antiandrogenen soll laut dem Dermatologen Prof. Hans Wolff, der an der LMU in MĂŒnchen tĂ€tig ist, sehr hilfreich gegen den sogenannten androgenetischen Haarverlust bei Frauen sein. [9]

Bei Antiandrogenen handelt es sich um einen Arzneistoff, der effektiv gegen die Wirkung von mĂ€nnlichen Sexualhormonen (Androgenen) hemmen kann. Die Anwendung solcher PrĂ€parate ist jedoch ausschließlich fĂŒr Frauen konzipiert.

Um den Haarausfall dauerhaft zu verhindern, ist eine kontinuierliche Einnahme erforderlich. FĂŒr nĂ€here Informationen sollte man sich an seinen Arzt wenden und von diesem ausfĂŒhrlich beraten lassen.

Bei MĂ€nnern

Bereits ab dem 20. Lebensjahr können viele MÀnner erste Anzeichen von Geheimratsecken erkennen, die sich im weiteren Verlauf des Haarverlustes verstÀrken können.

Erblich bedingter Haarausfall fĂŒhrt bei MĂ€nnern im Regelfall zur Glatzenbildung auf dem Hinterkopf und ist fĂŒr viele Betroffene recht unangenehm. Daher bietet sich fĂŒr mĂ€nnliche Betroffene eine Behandlung mit Finasterid an.

Der Wirkstoff ist in verschreibungspflichtigen Medikamenten enthalten und hemmt die Produktion von DHT, indem es das Enzym 5-Alpha-Reduktase blockiert, das fĂŒr die Produktion von Dihydrotestosteron benötigt wird.

Auch bei dieser Behandlung gilt, dass der Haarverlust nur durch die kontinuierliche Einnahme eines finasteridhaltigen Medikaments gestoppt werden kann. Sollte man das Medikament absetzen, kommt es erneut zum Haarausfall.

Eine ausfĂŒhrliche und fachkundige Beratung zu Finasterid kann man bei einem Arzt oder Apotheker in Anspruch nehmen.

đŸ€°đŸŒ Hormonelle Umstellung


Gerade Frauen erleben in ihrem Leben hĂ€ufig hormonelle Umstellungen, die sich zum Beispiel durch die Einnahme oder das Absetzen der Pille, nach einer Schwangerschaft, in der Stillzeit oder beim Eintritt in die Wechseljahre Ă€ußern können.

Diese hormonellen Umstellungen können den Haarzyklus einer Frau enorm beeinflussen und sind nicht zu unterschĂ€tzen, wenn eine genetische Veranlagung zur Empfindlichkeit gegenĂŒber DHT gegeben sein sollte.

Durch den Abfall des Östrogenspiegels kann sich diese Veranlagung nĂ€mlich bemerkbar machen, weswegen man auch von hormonell-erblichem Haarausfall sprechen kann.

Diagnose: FĂŒr eine möglichst schnelle Diagnose, sollte man dem Arzt seine Beobachtungen zu dem Haarverlust genau schildern, sodass er in Kombination mit einigen Tests und Untersuchungen die Ursache ermitteln kann.

Behandlung: Sollte der Haarausfall sowohl erblich als auch hormonell bedingt sein, kann der behandelnde Arzt eine passende Behandlungsmöglichkeit finden. Ansonsten empfiehlt sich das Warten, bis sich die Hormone wieder reguliert haben.

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft steigt die Östrogenproduktion im Körper einer Frau, da sich der Organismus auf das Austragen eines Kindes einstellt. Der hohe Östrogenspiegel hat wĂ€hrend der Schwangerschaft einige positive Vorteile.

Denn die gesteigerte Produktion des weiblichen Hormons sorgt zusĂ€tzlich fĂŒr volles Haar sowie strahlende Haut. Nach der Geburt fĂ€llt der Östrogenspiegel hingegen und wird auf ein Normalmaß reguliert. [10]

Dies fĂŒhrt dazu, dass nicht nur die Kopfhaare ausfallen, die ihren Wachstumszyklus beendet haben, sondern auch die Haare, die bereits wĂ€hrend der Schwangerschaft hĂ€tten ausfallen sollen.

In der Regel dauert es bis zu sechs Monate, bis sich die Hormone im Körper einer Frau nach der Geburt regulieren. Falls man ĂŒber diesen Zeitraum hinaus starken Haarausfall vermerken kann, sollte man sich an einen Arzt wenden.

Stillzeit

Wie bereits erwĂ€hnt, ist der Haarausfall in den ersten sechs Monaten nach der Geburt eines Kindes vollkommen normal. Schließlich schwanken die Hormone im Körper und mĂŒssen sich erst normalisieren und regulieren.

Falls man sein Kind ĂŒber sechs Monate stillen will und weiterhin starken Haarverlust feststellen kann, sollte man sich dringend an seinen Hausarzt wenden. Eine weitere mögliche Ursache fĂŒr den Ausfall der Haare kann nĂ€mlich ein NĂ€hrstoffmangel sein.

Ein NÀhrstoffmangel sollte mit einer gesunden ErnÀhrung und der temporÀren Einnahme von NahrungsergÀnzungsmitteln leicht ausgeglichen werden.

Wechseljahre

In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel bei Frauen, was sich negativ auf das Haarwachstum auswirken kann. Prinzipiell haben reifere Frauen deswegen hĂ€ufig dĂŒnnere Haare als jĂŒngere Frauen.

Falls zusĂ€tzlich eine genetische Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenĂŒber DHT vorhanden sein sollte, kann diese in den Wechseljahren in Erscheinung treten. Man spricht hierbei von hormonell-erblichem Haarverlust.

đŸ« NĂ€hrstoffmangel


Heutzutage leiden viele Menschen an Mangelerscheinungen von wichtigen NĂ€hrstoffen. Dies kann in den meisten FĂ€llen auf eine einseitige und ungesunde ErnĂ€hrungsweise zurĂŒckgefĂŒhrt werden.

Durch einen NĂ€hrstoffmangel werden die Haarwurzeln nicht ausreichend mit Vitaminen und Mineralien versorgt. Aufgrund dieser Unterversorgung kann es zu vermehrtem Haarausfall kommen.

Es handelt sich in der Regel um diffusen Haarausfall, der sehr gut zu behandeln ist. FĂŒr eine langfristige Vermeidung von Mangelerscheinungen sollte man auf eine ausgewogene und nĂ€hrstoffreiche ErnĂ€hrung achten.

DarĂŒber hinaus ist die Vermeidung von hĂ€ufigen Stresssituationen ebenfalls wichtig, da dieser Faktor die NĂ€hrstoffreserven im Körper negativ beeinflussen soll.

Die folgenden NĂ€hrstoffe sind sehr wichtig fĂŒr die Haargesundheit und sollten regelmĂ€ĂŸig ĂŒber die tĂ€gliche ErnĂ€hrung aufgenommen werden:

  • Biotin
  • Eisen
  • Vitamin A
  • Vitamin B12
  • Vitamin E
  • Vitamin D
  • Zink

Diagnose: Per Blutabnahme und anschließender Untersuchung der Blutwerte können Mangelerscheinungen im Körper eindeutig festgestellt werden.

Behandlung: Mittels VitaminprÀparate sowie einer gesunden ErnÀhrung sollte ein NÀhrstoffmangel sowie damit einhergehender Haarverlust schnell behandelt werden können.

🩠 Kopfhauterkrankungen


Eine gesunde Kopfhaut ist essentiell fĂŒr ein normales Haarwachstum. Sollte man jedoch an einer der folgenden Kopfkrankheiten leiden, kann die jeweilige Erkrankung oder Verletzung ĂŒbermĂ€ĂŸigen Haarausfall verursachen:

  • bakterieller Hautausschlag
  • Infektionen
  • Pilzerkrankungen
  • Schuppenflechte
  • Verbrennungen
  • VerĂ€tzungen

Man sollte wissen, dass die Haare nicht bei allen Kopfhauterkrankungen oder Verletzungen wieder nachwachsen. HÀufig handelt es sich nÀmlich um vernarbenden Haarausfall, da sich an den betroffenen Stellen narbiges Gewebe bildet.

An diesen Stellen ist kein Haarwachstum mehr möglich, weswegen man bei einer Kopfhauterkrankung schnell handeln und sich an einen Dermatologen wenden sollte, damit eine passende Behandlung erfolgen kann.

Diagnose: HierfĂŒr können Biopsien der Kopfhaut sowie andere Ă€ußerliche Untersuchungen erfolgen. Typische Anzeichen fĂŒr Erkrankungen der Kopfhaut sind Rötungen, Juckreiz, Schuppen sowie Pustel- und BlĂ€schenbildungen.

Behandlung: FĂŒr eine Behandlung von Kopfhauterkrankungen können spezielle Medikamente oder KortisonprĂ€parate zum Auftragen in Frage kommen. Der behandelnde Dermatologe kann genauere Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten geben.

đŸ™đŸ»â€â™‚ïž Psychische Belastungen


Laut Experten sind psychische Belastungen ein sehr hĂ€ufiger Auslöser fĂŒr diffusen Haarverlust. DarĂŒber hinaus können psychische HintergrĂŒnde auch bei der Entstehung von kreisrundem Haarausfall eine wichtige Rolle spielen.

Sowohl körperlicher als auch emotionaler Stress beeinflusst die Gesundheit negativ und kann stressbedingten Haarausfall verursachen, der entweder gleichmĂ€ĂŸig am ganzen Kopf verteilt oder fleckenartig mit kahlen Stellen erfolgen kann.

Durch Stress werden gewisse Botenstoffe im Körper ausgeschĂŒttet, die unter anderem wohl die Phase des Haarwachstums verkĂŒrzen sollen. Wenn diese Stoffe im Körper gestoppt werden, dann endet gleichzeitig ihr Einfluss auf den Haarzyklus. [11]

Das bedeutet, dass der regelmĂ€ĂŸige Stressabbau wichtig ist, um stressbedingten Haarverlust vorzubeugen bzw. zu behandeln. Neben einer gesunden ErnĂ€hrung ist auch ein ausgeglichener Lebensstil bedeutsam fĂŒr die Haargesundheit.

Diagnose: Nach einer ausfĂŒhrlichen Untersuchung muss der Arzt ausschließen können, dass andere Erkrankungen oder eine Veranlagung verantwortlich fĂŒr den Haarverlust ist. Wer oft Stress verspĂŒrt, sollte dies seinem Arzt schildern.

Behandlung: Psychische Belastungen können durch Yoga, sportliche AktivitĂ€ten, Meditation, Atemtechniken und andere Entspannungstechniken abgebaut werden, sodass der Haarzyklus wieder in das natĂŒrliche Gleichgewicht gebracht werden kann.

Stress

Wenn man stĂ€ndig unter psychischem Druck steht und im Alltag hĂ€ufig stressige Situationen erlebt, dann kann sich dies Ă€ußerst negativ auf die Haarwurzeln auswirken und ein Auslöser fĂŒr Haarausfall sein. [12]

Bisher ist der genaue Einfluss von Stress auf die Haargesundheit eines Menschen noch nicht ganz klar. Jedoch muss stressbedingter Haarverlust keineswegs dauerhaft sein und kann sich schnell einstellen, wenn man mit Stress richtig umgeht.

Depressionen

Depressionen sind auch eine Belastung fĂŒr die Psyche und sollen einigen Behauptungen zufolge sogar eine mögliche Ursache fĂŒr Haarausfall sein. Doch wenn die Depressionen frĂŒh erkannt und behandelt werden, muss es nicht zwingend zum Haarverlust kommen. [13]

Trichotillomanie

Hierbei handelt es sich um eine komplexe psychische Störung der Impulskontrolle. Die Betroffenen dieser Erkrankung reißen sich eigenstĂ€ndig ihre Haare aus. In Fachkreisen wird diese Erscheinung zur Gruppe der „Zwangs- und verwandten Störungen“ gezĂ€hlt. [14]

Lange Zeit wurde Trichotillomanie von Dermatologen wie François Henri Hallopeau (1842–1919) als schlechte Gewohnheit missinterpretiert. Mittlerweile haben Forscher erkannt, dass es sich um eine psychische Erkrankung handelt. [14]

In der Regel reißen sich betroffene Personen die Kopfhaare aus, wobei in wenigen FĂ€llen auch andere behaarte Körperregionen von dem Ausreißen betroffen sein können. Durch das Ausreißen kommt es zu kahlen Stellen. [14]

Viele nehmen beim Entfernen der Haare keinen Schmerz wahr oder empfinden ihn als angenehm. Trichotillomanie kann in jedem Alter auftreten und sich sowohl bei MĂ€nnern als auch bei Frauen Ă€ußern. [14]

HÀufig besteht diese psychische Störung mehrere Monate oder sogar Jahre und kann mit anderen Begleiterkrankungen wie Depressionen einhergehen. [14]

💊 Medikamente


Selbst die Einnahme bestimmter Medikamente kann zu vermehrtem bis starkem Haarausfall fĂŒhren. Der Verlust der Haare setzt meistens nicht unmittelbar nach der ersten Einnahme des Medikamentes, sondern erst nach einer gewissen Zeit ein.

Wie stark das Wachstum der Haare beeinflusst wird und wie hoch der Haarausfall ist, hÀngt von dem jeweiligen Wirkstoff des Medikaments ab.

In den meisten FĂ€llen Ă€ußert sich durch die Einnahem folgender Medikamente ein diffuser Haarverlust, der den gesamten Kopf oder nur bestimmte Stellen betrifft: [15, 16]

  • Antibiotika
  • Antibabypille
  • Antidepressiva
  • Antimykotika
  • Antiepileptika
  • Antirheumatika
  • Betablocker
  • Bluthochdruckmedikamente
  • Chemotherapeutika
  • Lipidsenker
  • SchilddrĂŒsenmedikamente
  • Stimmungsstabilisatoren
  • Weitere Medikamente

Diagnose: Falls man nach der Einnahme eines Arzneimittels vermehrten Haarausfall feststellen sollte, muss man sich an den behandelnden Arzt wenden und dies abklÀren lassen.

Behandlung: Sobald ein Medikament abgesetzt wird oder man sowieso fertig mit der Therapie ist, sollte sich der Haarzyklus selbststÀndig wieder regulieren und kein Haarausfall mehr erfolgen.

Chemotherapie

Die Chemotherapie soll eine zentrale SÀule bei der Behandlung von Krebs darstellen. Hierbei werden bösartige Tumoren mit chemischen Substanzen behandelt, die auch als Chemotherapeutika oder Zytostatika bezeichnet werden. 17

Diese Substanzen wirken im ganzen Organismus und weisen eine besonders intensive Wirkung bei schnell teilenden Zellen auf. Da die Teilungsgeschwindigkeit vieler Krebsarten besonders hoch ist, werden die Krebszellen durch diese Medikamente zerstört.

Zu den unzĂ€hligen Nachteilen einer Chemotherapie gehört auch der Haarausfall, da sich die Haarzellen auch besonders schnell teilen. In welchem Maß die Kopfhaare, Wimpern, Augenbrauen und sonstigen Körperhaare ausfallen, hĂ€ngt von der Zytostatika ab. [18]

Jedoch sollte man wissen, dass das Haarwachstum bei den meisten Patienten circa vier Wochen nach Beendigung der Chemotherapie wieder einsetzt.

Um die Zeit bis zum Nachwachsen der Haare zu ĂŒberbrĂŒcken, kann man auf eine PerĂŒcke oder zu Kopfbedeckungen greifen.

🔎 Andere Ursachen fĂŒr Haarausfall


Neben ĂŒblichen Ursachen wie einem NĂ€hrstoffmangel, der eigenen Veranlagung oder Stress kann es auch andere GrĂŒnde fĂŒr starken Haarverlust geben. Dazu zĂ€hlen zum Beispiel auch Stoffwechselerkrankungen Diabetes Mellitus. [18]

In jedem Fall sollte man sich an einen Arzt oder eine Ärztin wenden, um die genaue Ursache fĂŒr den Haarausfall ermitteln zu lassen.

Äußere EinflĂŒsse

In seltenen FĂ€llen sollen neben bestimmten Medikamenten auch Ă€ußere Faktoren wie Strahlung, Schwermetalle, Pestizide, Pflanzentoxine und andere Chemikalien fĂŒr eine Förderung von Haarausfall sorgen. [19]

Vor allem die Farbe und Textur der Haare kann durch Schwermetalle, ultraviolette Strahlung und Medikamente verĂ€ndert werden. Sobald diese Ă€ußere Faktoren nicht mehr vorhanden sind, sollte sich ihr Einfluss auf die Haare ebenfalls einstellen.

Styling

Wenn man seine Haare zu unsanft behandelt oder gerne strenge Zöpfe trĂ€gt, werden hĂ€ufig viele Haare an der Wurzel gezogen und ausgerissen. Auch die Anwendung eines heißen Föns kann sehr belastend fĂŒr die Kopfhaut sein. [20]

Im Allgemeinen sollten StylinggerĂ€te, die mit hohen Temperaturen arbeiten, weitestgehend vermieden werden, da sie den Haarschaft beschĂ€digen oder zum vermehrten Abbrechen der Haare fĂŒhren können. [21]

Weitere Krankheiten

Neben den genannten und verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig bekannten Erkrankungen gibt es auch besonders seltene Krankheiten, die ebenso vermehrten Haarausfall fördern können.

Wer plötzlich mehr Haare als gewohnt verliert und die Anzahl der ausgefallenen Haare pro Tag ĂŒber 100 liegt, sollte man sich an einen Arzt wenden, der mithilfe von zahlreichen Untersuchungsmöglichkeiten die Ursache des Haarausfalls ermitteln kann.

âœđŸ» Fazit


Wer an vermehrtem Haarverlust leidet, der sollte sich unbedingt an einen Arzt wenden. Gerade wenn auch andere FĂ€lle von Haarausfall in der Familie bekannt sind, ist der Gang zu einem Dermatologen sehr ratsam.

Wenn die Zahl der ausgefallenen Haare den Normwert von 100 ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum tĂ€glich ĂŒberschreitet, spricht man in der Regel von ĂŒbermĂ€ĂŸigem Haarausfall.

Von einer Selbsttherapie sollte man absehen, wenn die genaue Ursache noch nicht ermittelt wurde.

Sobald der Arzt die Ursache sowie die Art des Haarausfalls diagnostiziert hat, kann man gemeinsam mögliche Behandlungen erwÀgen, die den Ausfall stoppen oder verlangsamen können.

NatĂŒrliche Mittel sowie Hausmittel können meistens problemlos als Zusatz zur Behandlung angewendet werden. Die verringernde Wirkung von Hausmitteln auf Haarausfall ist bislang jedoch nicht wissenschaftlich bewiesen worden.

Dennoch sollen einige Hausmittel und Kopfhautmassagen die Durchblutung anregen, was dem Haarwachstum zugute kommen kann.

Jedoch sind fĂŒr einige Ursachen wie zum Beispiel Autoimmunerkrankungen bisher noch keine passenden Behandlungsmöglichkeiten bekannt. Dennoch kann man in diesen FĂ€llen den Haarverlust zumindest durch Kopfbedeckungen oder PerĂŒcken verdecken.

Fragen & Antworten


Was können mögliche Ursachen fĂŒr Haarausfall sein? Mögliche Ursachen fĂŒr Haarausfall können unter anderem diverse Krankheiten, eine genetische Veranlagung, Störungen des Hormonhaushalts, die Einnahme bestimmter Medikamente, Kopfhauterkrankungen sowie ein NĂ€hrstoffmangel sein.
Welche Ursache verursacht am hĂ€ufigsten Haarausfall? Zu den hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr starken Haarverlust zĂ€hlt die genetische Veranlagung sowie eine einseitige ErnĂ€hrungsweise, die einen Mangel an NĂ€hrstoffen wie Biotin, Eisen oder Zink zur Folge haben kann.
Womit kann man die Ursachen von Haarausfall behandeln? Zu den effektivsten Wirkstoffen gegen erblich bedingten Haarausfall gehören Minoxidil, Finasterid und Antiandrogene. Wer an einer Mangelerscheinung und damit einhergehenden diffusen Haarausfall leidet, kann diesen mit Vitaminkapseln und einer gesunden ErnÀhrung behandeln.
Welche Vitamine wirken gegen Haarausfall? Zu wertvollsten Vitaminen fĂŒr die Haare zĂ€hlen Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E sowie die B-Vitamine. DarĂŒber hinaus ist die Haargesundheit auch auf die regelmĂ€ĂŸige Aufnahme von Spurenelementen wie Eisen, Kupfer und Zink angewiesen.
Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel enthÀlt nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Über den Autor

Autor - Gjina Syka Gjina Syka 📬

Nachdem sie ihr Abitur erfolgreich absolvierte, entdeckte sie eine große Freude an dem Verfassen von informativen und ausfĂŒhrlichen Texten. Sie beschĂ€ftigt sich sehr gerne mit gesundheitlichen Themen, weswegen dieser Blog hauptsĂ€chlich auf die Problematik von Haarausfall eingeht.

Gesunde und volle Haare sind ihr wichtig, seitdem sie aufgrund eines NÀhrstoffmangels vermehrten Haarausfall feststellte. Seit jeher achtet sie auf eine gesunde ErnÀhrung und einen ausgewogenen Lebensstil.

Aufgrund ihrer eigenen Erfahrung und durch ausfĂŒhrliche Recherchen möchte sie dieses Wissen an die Besucher dieser Webseite weitergeben.