Haarausfall Ursachen

Haarausfall Ursachen gibt es viele. Diese können nach einiger Zeit zur sogenannten Alopezie (Haarlosigkeit) führen. In den meisten Fällen liegt eine genetische Veranlagung vor und kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftreten. Die genauen Haarausfall Ursachen zu kennen ist wichtig, um eine konkrete Behandlung festzulegen. Es gibt aber auch noch weitere Haarausfall Ursachen die in Frage kommen.

Wann ist Haarausfall bedenklich – sollte man einen Arzt aufsuchen?

Dermatologe

Haarausfall Ursachen

Im Normalfall verliert man an einem Tag 50-100 Haare. Dies kann von Tag zu Tag unterschiedlich sein. Also mal mehr und mal weniger. Wenn dauerhaft mehr Haare ausfallen, besteht Handlungsbedarf. Der Gang zum Dermatologen wäre zeitnah empfehlenswert. Deswegen sollte damit nicht allzu lange gewartet werden! Nach einem ausführlichen Gespräch wird zunächst nach der Ursache gesucht. Dabei kann auch die Untersuchung des Blutes Klarheit bringen. Diese zeigt ob ein Vitaminmangel, Eisenmangel oder Schilddrüsen Problem vorliegt.

Haarausfall Ursachen Diagnose

Eine weitere Form der Untersuchung kann durch ein Trichogramm erfolgen. Der Arzt verschafft sich somit einen Einblick unter der Kopfhaut. Außerdem werden die Haarwurzeln untersucht. Hierzu werden circa 50 Haare ausgerissen und in ein Labor geschickt. So lässt sich der Verdacht auf möglichen Haarausfall klinisch bestätigen.

Wie werden die Haarausfall Ursachen festgestellt?

Untersuchung

Zwischen dem auslösendem Ereignis des Haarausfall und dem direkten Haarausfall können in einigen Fällen sogar mehrere Wochen liegen. In den seltensten Fällen gehen die Haare von heute auf morgen verloren. Zunächst wird das Wachstum der Haare eingestellt und das Haar verfällt in einen sogenannten “Ruhezustand”. Zum Ende dieser Ruhephase fallen die Haare dann immer gleichzeitig und in großen Mengen aus.

Haarausfall ist mit zunehmendem Alter keine Seltenheit. Oft wird hier das Haar der Menschen etwas lichter. Nur selten tritt der Haarausfall bereits in jungen Jahren auf oder ist angeboren (z. B. als Folge eines Defekts im Stoffwechsel).

Mögliche Haarausfall Ursachen in der Übersicht

Mögliche Haarausfall Ursachen

häufige Ursachen
genetische Veranlagung
Psychische Belastungen (z. B. Sorgen, Stress, Depressionen, Trauer)
Wechseljahre
Einnahme der Antibabypille
Hormonstörungen
Schilddrüsenprobleme
Nährstoffmangel
Chemikalien in herkömmlichen Haarpflege- oder Stylingprodukten

Haarausfall durch Stylingprodukte

seltene Ursachen
Medikamente (z. B. Chemotherapeutika, Cholesterinsenker)
Belastungen mit Schwermetallen oder Toxinen
Belastungen mit Giften aus Zahnfüllungen (z. B. Queckssilber)
Bestrahlungen
Infektions- oder Stoffwechselerkrankungen
Nährstoffmangel

Die androgenetische Alopezie – anlagebedingter Haarausfall

androgenetische Alopezie

Ein anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) stellt die häufigste Ursache des Haarverlusts bei Männern und Frauen dar. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine hormonelle Störung. Das männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT) spielt zwar eine entscheidende Rolle, der Haarausfall geht aber einzig und allein aus einer Überempfindlichkeit auf dieses Hormon hervor. Im Körper (bei Männern und Frauen) wird dieses hoch aktive DHT mit Hilfe des Enzyms 5-alpha-Reduktase, aus Testosteron gebildet. Testosteron ist ebenfalls ein männliches Geschlechtshormon und zählt zu den sogenannten Androgenen.

Wechseljahre als Haarausfall Ursachen bei Frauen

Wechseljahre als Ursache

Bei Frauen kann es direkt im Scheitelbereich zu einer Lichtung der Haare kommen. Hier können sogar hormonelle Grunderkrankungen die Haarausfall Ursachen sein. Diese wird als androgene Alopezie bezeichnet und tritt mit weiteren “Männlichkeitszeichen” auf. Dazu zählen ein verstärktes Haarwachstum an Kinn, Oberlippe, Brustwarzen, Bikinibereich und Bauchnabel. Treten diese Symptome verstärkt auf sollte eine hormonelle Abklärung erfolgen. In den meisten Fällen tritt diese hormonelle Veränderung zusammen mit der Menopause (Wechseljahre) auf, da hier der weibliche Körper weniger weibliche Geschlechtshormone produziert (Östrogen).

Alopecia areata – kreisrunder Haarausfall

Alopecia areata

Bei dieser Form des Haarverlusts handelt es sich um einen Immunangriff auf die Haarwurzel. Genaue Haarausfall Ursachen sind nicht bekannt, jedoch geht die Medizin davon aus, dass es hier zu einer Fehlreaktion des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem) kommt. Es handelt sich dabei also um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Abwehrzellen nicht nur gefährliche Bakterien oder Viren bekämpfen, sondern auch die körpereigenen Haare. Auf Grund der dabei entstehenden Entzündungen können die Haare nicht mehr gesund nachwachsen und fallen aus.

Schilddrüsenunter-/ überfunktion als Haarausfall Ursachen

Schilddrüse

Bei einem diffusen Haarausfall können die Haarausfall Ursachen Störungen der Schilddrüsenfunktion (Über- bzw. Unterfunktion) sein. Die typischen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) sind Antriebslosigkeit, starke Kälteempfindlichkeit sowie trockene und kühle Haut. Daneben kann es auch zu brüchigem und stumpfen Haar kommen.Bei der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann es ebenfalls zu einem diffusen Haarverlust kommen, der mit übermäßiger Gereiztheit, feucht-warmer Haut, Wärmeintoleranz und dünnen, weichem Haar einhergeht.

Eisenmangel (vor allem bei Frauen)

Eisenmangel

Hier liegt ein Mangel des Speichereisens (Ferritin) vor, der häufig im Zusammenhang mit einem diffusen Haarverlust nachgewiesen wird. Es ist zwar noch nicht endgültig geklärt ob dieser als Ursache in Frage kommt, ein Eisenmangel kann aber dennoch das Haarwachstum beeinträchtigen. Ein Eisenmangel entsteht durch eine unzureichende Versorgung über die Nahrung. Sogar wenn die üblichen Symptome wie Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Blutarmut noch gar nicht so deutlich spürbar sind, können vermehrt Haare ausfallen.

Eisen beteiligt sich insbesondere am strukturellen Haaraufbau und an der Arbeit der Talgdrüse für die Geschmeidigkeit der Haare. Bei Eisenmangel bevorzugt der Körper die lebenswichtige Sauerstoffversorgung Funktion des Eisens. Weniger wichtige Bereiche wie Haare und Nägel werden somit vernachlässigt. In der Folge werden Haare spröde und brechen. Die Haarwurzel kann zerstört werden, sollte der Eisenmangel akut anhalten. Haar Daher solltest Du bei Haarausfall deine Mineralwerte überprüfen lassen. Dazu ist der Weg zum Arzt ratsam. Wenn festgestellt worden ist, dass Dein Haarausfall in Folge eines Eisenmangels entstanden ist, kann das Problem schnell behoben werden. Wenn wieder ausreichend Eisen zur Verfügung steht, werden auch die “weniger wichtigen Bereiche” wieder mit Eisen versorgt. Der reguläre Haarwachstum wird bald wieder einsetzten.

Haarausfall als Ursache durch falsche Ernährung?

Cheeseburger
Eine ungesunde Ernährung bringt unserem Körper keine Nährstoffe. Jedoch brauchen Haarzellen bestimmte Nährstoffe, um sich schneller teilen zu können. Wenn die optimale Versorgung an Nährstoffen fehlt, verlangsamt sich dadurch der Stoffwechsel. Die Zellteilung geht zurück. Das Wachstum der Haare verlangsamt sich. Es fallen also mehr Haare aus, als neue wieder nachwachsen können.
Pizza
Durch die verkürzte Wachstumsphase fallen die Haare auch viel schneller aus! In vielen Fällen von diffusem Haarausfall, ist der Nährstoffmangel Schuld daran. Durch eine abwechslungsreiche Ernährung lässt sich dies verhindern. Fleisch, Obst und Gemüse versorgen die Haarfollikel mit Vitaminen und Spurenelementen.
Donults
Die Haare erhalten alle wichtigen Bausteine, die für ein schönes Aussehen und Festigkeit benötigt werden. Auch ein ausreichender Eisenhaushalt ist wichtig für ihre Haare. Fisch, Fleisch, Getreide und auch grüne Gemüsesorten enthalten viel Eisen. Die Eisenaufnahme lässt sich deutlich verbessern, in dem man sich nicht ausschließlich von Kaffee, Tee und Milchprodukten ernährt.

Nährstoffmangel, Übersäuerung oder Krankheiten als Haarausfall Ursachen

Nährstoffmangel

Liegt ein Nährstoffmangel zu Grunde kann es ebenfalls zu einem diffusen Haarverlust kommen. Diese Haarausfall Ursachen können mit Hilfe einer ausgewogenen und gesunden Ernährung verhindert werden. Oftmals reicht aber schon ein kurzzeitiger Nährstoffmangel aus (z. B. durch Crash-Diäten, Essstörungen), um das Wachstum der Haare negativ zu beeinflussen. Ein Nährtoffmangel kann aber auch bei chronischen Darmerkrankungen oder Operationen entstehen. Schwere chronische Erkrankungen oder Infektionskrankheiten (z. B. Grippe, Scharlach) können dem Körper zusätzlich Nährstoffe entziehen und als Haarausfall Ursachen gesehen werden.

Übersäuerung
Falsche Ernährungsweisen müssen sich aber nicht immer nur mit einem Vitamin- und Nährstoffmangel bemerkbar machen. Weit verbreitet ist auch die Übersäuerung des Körpers. Ungesunde Lebensmittel erhöhen die Produktion der sauren Stoffwechselschlacken in den Zellen. Mit der Zeit übersäuert der Körper und kann viele verschiedene Störungen im Körper hervorrufen. Dazu zählt unter anderem auch der Haarverlust.

Bewegung

Bewegungsmangel kann sich ebenfalls negativ auf das Haarwachstum auswirken, da hier nicht die Durchblutung der Kopfhaut gefördert wird. Eine gute Durchblutung ist aber für die optimale Nährstoffversorgung der Haare wichtig.

Medikamenteneinnahme, Strahlentherapie und Vergiftungen

Tabletten gegen Haarausfall
Bei der Medikamenteneinnahme (z. B. Cholesterinsenker, Blutverdünner, Akne-Mittel oder Blutdrucksenker) kann sich ein diffuser Haarverlust ebenfalls als Haarausfall Ursachen zeigen. Auch verschiedene Krebsmedikamente im Zuge einer Chemotherpaie lösen Haarausfall aus. Hier ist jedoch nicht nur das Kopfhaar betroffen, sondern auch Wimpern, Augenbrauen und Körperhaare.

Kommt eine Strahlentherapie zum Einsatz, kann in einigen Fällen die Kopfhaut im Bestrahlungsfeld liegen. Folglich kommt es ebenfalls zu einem starken Haarverlust, da die empfindlichen Haarwurzeln diesen Belastungen nicht stand halten können. Im schlimmsten Fall werden die Haarwurzeln sogar dauerhaft geschädigt.
Verschiedene Vergiftungen kommen ebenfalls als Ursache in Frage (z. B. Queckssilber, Thallium).

Schwangerschaft und Hormoneinnahme

Schwangerschaft und Hormoneinnahme

In einer Schwangerschaft verändert sich das Gleichgewicht des weiblichen Hormonhaushalts, bei welchem sich die werdenden Mütter über dichtes, gesundes Haar freuen können. In diesem Fall wird die Wachsstumsphase der Haare verlängert. Nach der Geburt kommt es aber wiederrum zu einer Hormonumstellung, die zu einem verstärkten Ausfall der Haare führen kann. Diese Schwankungen pegeln sich aber im Normalfall wieder ein.Wird mit der Einnahme der Anti-Babypille begonnen oder die Einnahme beendet, kann es ebenfalls zu Veränderungen der Haarpracht kommen.

Haarausfall durch verschiedene Frisuren und Stylingmittel?

Haarausfall durch verschiedene Frisuren
In einigen Fällen können auch Frisuren oder Kopfbedeckungen die Haare stark strapazieren. So wird das Haar beim ständigen Tragen eines Pferdeschwanzes, oftmals im Scheitelbereich oder an den Schläfen schütter. Lang anhaltender Druck wirkt sich ebenfalls negativ auf das Haarwachstum aus. Auch künstliche Haarverlängerungen (Extensions) können dem gesunden Haarwachstum schaden.

Haarausfall durch Glätten, Färben und Föhnen
Häufiges Färben, Glätten und Föhnen ist verantwortlich für Haarausfall bei Frauen ist. Dieser Glaube ist noch immer sehr weit verbreitet. Dies ist jedoch nur zum Teil wahr. Auch Haarsprays und Gele sollen mit Schuld für den unbeliebten Haarausfall sein. Jedoch machen Pflegeprodukte und Stylingmittel in der Regel etwas anderes mit den Haaren. Sie verändern nämlich meist die Haarstruktur. Dies führt zum Haarbruch. Es lässt uns denken, wir hätten vermehrten Haarausfall. Nichtsdestotrotz können auch Chemikalien und Hitze einen kurzfristigen Haarausfall auslösen. Der Haarausfall reguliert sich aber nach dem Verzicht der jeweiligen Produkte und Stylingmethoden.

Infektionen, Hauterkrankungen oder Narben

Infektionen
Entzündliche Erkrankungen der Kopfhaut können zu einer Zerstörung der Haarwurzeln führen. In einigen Fällen führt dies zu starken Vernarbungen der Kopfhaut, an deren Stellen keine neuen Haare nachwachsen können. Mögliche Ursachen können hier Pilzinfektionen, Säure- oder Laugenverletzungen oder Verbrennungen sein.

Psychische Haarausfall Ursache

Stress

Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass auch Stress als Ursache in Frage kommen kann. In den meisten Fällen, ist Haarausfall ein klares Problem für die Psyche.Vor allem für Frauen stellen ihre Kopfhaare ein Symbol ihrer Weiblichkeit dar. Darüber hinaus entspricht ein kahler, weiblicher Kopf nicht der Norm. Dies führt dann zu Unwohlsein, den Frauen mit Haarausfall in der Öffentlichkeit verspüren.Aber auch umgekehrt kann emotionaler Stress für Haarausfall sorgen. Dieser geht häufig durch Belastung im Beruf oder mit Problemen in der Familie einher. Somit kann dieser Stress, Auslöser für diffusen und kreisrunden Haarausfall sein. Um den diffusen Haarausfall zu beenden, kann dann möglicherweise ein erfolgreicher Stressabbau ausreichend sein!

Entspannung

Das Immunsystem, im Zusammenhang mit emotionalem Stress attackiert die Haarwurzeln. Die Haarwurzeln werden sozusagen als fremde Zellen gesehen. Dies führt zu starkem, stellenweisen Haarausfall und Entzündungen. Der emotionale Stress wird hierbei nicht durch eine akute Extrembelastung hervorgerufen. Hierbei geht es vielmehr um schon länger bestehende seelische Konflikte oder Depressionen.